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Drama in 5 Akten - Spaichingen 1 spielt 4:4 gegen Rottweil
18. Februar 2017
Wie nicht anders erwartet gab sich der Tabellenletzte SV Rottweil voller Motivation im Spiel gegen die Erste. Der Kampf entwickelte sich zu einem richtigen Drama.

1.Akt: Auftakt oder Glück gehabt Teil 1
Siegfried Eckhardt bot zum richtigen Zeitpunkt der Partie das Remis an. Sehr überraschend nahm sein Gegner das Angebot an. Stattdessen hätte er Siegfried vor große Probleme stellen können, wenn er mittels taktischem Doppelangriff einen Bauern verhaftet hätte. (0,5:0,5).

Axel Zepf und sein Gegner riskierten in ihrer Partie nichts und spielten solide auf Abtausch. So war es nicht verwunderlich, dass nicht mehr als ein Remis dabei rauskam. (1:1).

2.Akt: Glück gehabt Teil 2
Bernhard Hengstler überließ seinem Gegner zu schnell das Läuferpaar. Er fand im weiteren Verlauf der Partie nicht die beste Aufstellung für seine Figuren. Durch eine schöne Springerwanderung bis nach d3 erlangte der Rottweiler eine angenehme Stellung. Nun fand er aber nicht den richtigen Plan und Bernhard konnte die Partie zum Ausgleich führen. (1,5:1,5).

3.Akt: Führung für Schachring
In Oliver Kargs Partie gab es das ewige Thema: Lange Rochade gegen kurze Rochade. Sein Gegner nahm sich das Prinzip Flügelangriff-sollte-Konter-im Zentrum-bringen nicht zu Herzen. Er versäumte es im richtigen Augenblick ein Gegenspiel aufzuziehen. Gegen den Angriff auf seine Königsstellung fand der Rottweiler kein Rezept mehr. (2,5:1,5).

4.Akt: Glück gehabt Teil 3
Hubert Eschle verzichtete freiwillig auf seine Rochade. Bald musste er feststellen, dass dies nicht das richtige Konzept ist und war von nun an mit Verteidigung beschäftigt. Ein Damenzug brachte zusätzlichen Kummer, doch sein Gegner übersah glücklicherweise die Möglichkeit, eine Gewinnstellung zu kreiieren. Statt den Sieg einzufahren, wickelte er in ein Endspiel ab, das ins Remis mündete. (3:2).

4.Akt: Ausgleich und Führung für Rottweil
Christoph Kemmler übersah einen kleinen, aber feinen Bauernzug im Zentrum. Sein Gegner übernahm die Initiative und gewann einen Bauern. Der Rottweiler ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Ausgleich für Rottweil. (3:3).

Axel Birkholzs Partie war lange im Bereich des Ausgleiches. Ein Bauernvormarsch veränderte das Geschehen aber gründlich zu Gunsten seines Gegners. Dieser vermaledeite Bauer erwies sich bald als große Schwäche. So gewann der Gegner Haus und Hof. (3:4).

5.Akt: Remis oder Niederlage
Richard Grimm hatte Schwierigkeiten aus den Startlöchern zu kommen. Erst im Laufe des Mittelspiels fand Richard den Weg in die Partie und platzierte einen Springer mitten ins Zentrum. Das Remis und Niederlage gegen Rottweil war fühlbar, doch Richard kämpfte unverdrossen und wickelte nach langem Kampf in ein gewonnnenes Endspiel ab. Freude bei den Primtäler über den gewonnennen Mannschaftspunkt. (4:4).

Am Ende ein glückliches Unentschieden für den Schachring, was jedoch den Klassenerhalt sicherte. Im letzten Spiel der Saison kann man gegen den Aufsteiger SV Stockenhausen-Frommern ohne Sorgen befreit aufspielen.